„Im Gehirn eines VFX-Künsterls: An dieser Stelle machen wir ein paar Animationen“ hört sich einfach an – ist es aber nicht. Denn gerade die Postproduktion mit dem Einsatz von Animationen entscheidet, ob es eben nur „ein Film“ oder „der Film“ ist.

So lastet auf dem VFX-Artist (Abkürzung für visual effects) eine große Verantwortung, denn er ist es, welcher auf Basis des gedrehten Filmmaterials erst richtig ins Arbeiten kommt. Er ist für das Spezielle zuständig: Das Innere einer Maschine sichtbar machen, oder Immaterielles abstrakt darstellen. Damit sind VFX Elemente mehr als der bunte Schweif oder die ins Bild schwebende Grafik.

Die Manipulation des Realbilds?

Mal muss ein Himmel ausgetauscht, ein Schiff digital zu Ende lackiert werden, ein ungewolltes Objekt wird aus dem Bild entfernt oder ein fehlendes hinzugefügt. Das alles mit Hilfe von 2D und 3D Animationen, Matte Painting, Motion Tracking und jeder Menge Rotoscoping. Mit dem Ziel, den Stolz des jeweiligen Unternehmens zu präsentieren, dem Corporate Design entsprechend. Doch bitte nicht so, dass Zuschauer denken: Jetzt kommt der Werbeblock.

Was sind das für Menschen?

Der gemeine VFXler ist perfektionistisch veranlagt, eine Mischung aus Techniker und Künstler, sind es doch die vielen kleinen Details, die eine gute Animation ausmachen: Die Raffinesse der Bewegung, pixelgenaue Platzierung, die richtige Nachkommastelle in einer Gleichung und die glaubwürdige Integration in das Realbild – ohne das dieser Teil im Film als Fremdköper wahrgenommen wird.

„Nachher ist zu spät“ – VFX-Vorbereitungen am Set

Dabei hat es der VFXler nicht leicht, am Set stört er meist, fotografiert Chromkugeln und klebt, auf alles was er finden kann, Trackingpunkte. Doch auch im Projekt muss er viele Wünsche unter einen Hut kriegen: Da trifft der Kunde, mit dem Wunsch nach möglichst viel Information über sein Produkt, auf das ästhetische Empfinden des VFXlers, die Qualität der Realbilder auf die machbare Nachbearbeitung. Dann kommt der berüchtigte Zeit- und Kostenfaktor, denn auch der VFXler hat nur 24 Stunden am Tag und braucht gelegentlich Schlaf. Und ein „damit bin ich fertig“ wird man von ihm selten hören. Denn durch die Fülle an Möglichkeiten ist für ihn eine Animation nie wirklich abgeschlossen, sie wird schlicht unterbrochen – mit dem bestmöglichen Ergebnis .

Ja, so ein guter VFXler will gepflegt und umsorgt sein, denn er ist das Herzstück eines guten Films.

Die Kernbotschaft

Aus den verschiedenen Ansprüchen an eine Animation – den goldenen Mittelweg zu finden – das ist die Kunst, welche die Stärke von tremoniamedia ausmacht.